Pfandbecher kommt gut an

Abschied vom Pappbecher: Einen Monat nach Startschuss des Fair Cup ziehen die teilnehmenden Betriebe ein positives Fazit

Wyk: Bechermüll ade: Auch wenn das Ta-Go-Geschäft der Jahreszeit geschuldet auf der Insel Föhr aktuell noch keine Hochkonjunktur hat, können die acht teilnehmen­den Betriebe des Mehr­wegpfandsystems einen Mo­nat nach Einführung des Fair Cup dennoch ein erstes po­sitives Fazit ziehen. Die Re­aktionen der Kunden auf den Mehrwegbecher sind durch­weg positiv. Restbestände an konventionellen Pappbe­chern finden mit Aufpreis nur schwer ihre Abnehmer und sollen zukünftig ganz von Föhr und Amrum ver­schwinden. Um das Mehrwegpfandsystem noch flächendeckender anzu­bieten, würden weitere enga­gierte Betriebe – insbesonde­re auf Amrum – gesucht, so Ann-Kathrin Meyerhof von der Marketing-Abteilung der Föhr Tourismus GmbH (F TG). Die FTG gehört zu den Initiatoren der Ein­führung des Becherpfand­Systems auf den beiden In­seln.
„Bei uns läuft es mit dem Fair Cup sehr gut. Die Kun­den sind zufrieden, der Be­cher findet regen Zuspruch“, freut sich Volker Hansen, Obermeister der Bäcker-Innung Föhr-Amrum und Mit­initiator des Mehrwegpfand­systems auf den beiden In­seln. Neben dem Fair Cup bietet Hansen in seinen fünf Filialen auf Föhr weiterhin noch konventionelle Papp­becher an, um die Restbe­stände im Lager zu leeren – allerdings für einen Aufpreis in Höhe von 20 Cent..[…]

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Besser Bechern

Mehrweg statt Wegwerf. 320.000 Einweg-Kaffeebecher verbrauchen die Deutschen pro Stunde. Einriesiger „Müllberg to go“, dem nun der Kampf angesagt wird

Text: Jan-Peter Wulf

[…] ANFORDERUNG: LEICHT, BRUCHSICHER UND STABELBAR

Das Pilotprojekt „FreiburgCup“ macht Schule. Berufsbildende Schule, um genau zu sein: Denn inspiriert von den Freiburgern, hat die Lehrerin Sibylle Meyer aus Göttingen das Thema Mehrweg-Becher in ihre Einrichtung gebracht. „Berufsschüler sind typische Coffee-to-go-Kunden“, erklärt sie. Aus der Idee wurde eine Abschlussarbeit des Abiturjahrgangs 2017 und dann ein „social Business“: der „fairCup“ (www.fair-cup.de) Weil die örtliche Abfallwirtschaft sich nicht beteiligen wollte, entwickelten die Schüler sogar einen eigenen Finanzierungsplan und stellten einen ersten Becher vor. Der allerdings fiel in der Praxis durch: Zu klein für einen Cappuccino, der Deckel aus kompostierbarem Material nicht alltagstauglich … doch aufgegeben hat man nicht und eine Evaluation gestartet. Die ergab: Leicht, bruchsicher und stapelbar mit Mehrwegdeckel muss der „FairCup 2,0“ sein. Vom ursprünglich verwendeten Biokunststoff ging man weg, recycelbares Polypropylen ist nun die Basis – ausgemusterte Exemplare können zu Granulat zerkleinert und erneut zu einem Becher geformt werden. Auch die Aufdrucke verschwanden, Sie führten beim Spülen zu Verunreinigungen. „Wir wollen, dass die Becher wieder und wieder benutzt werden“, so Sibylle Meyer

Ende 2017 hat man die Version 2 des „fairCup“ in den Umlauf gebracht. Der wird sogar von Automaten akzeptiert – weswegen ebenfalls Supermarktketten ihn nutzen… […]

https://www.meininger.de/de/barista

Föhr will Pfandsystem für Kaffeebecher einführen

Vorstoß gegen Plastikmüll vom 14.02.2019 im Hamburger Abendblatt

500 mal kann ein Faircup-Becher eingesetzt werden. Bäcker und Cafés starten damit ein Pfandsystem. Auch Amrum dabei.
Föhr. Bäcker und Cafés auf Föhr und Amrum setzen in Zukunft auf ein Pfandsystem für Kaffeebecher. Sibylle Meyer, Gründerin von FairCup, hat ihr Mehrwegpfandsystem auf Föhr präsentiert und die Insulaner überzeugt. „Für uns steht fest, wir setzen auf FairCup. Und es wäre ein gutes Zeichen für die Insel, wenn so viele wie möglich auf Föhr mitmachen“, so Volker Hansen, Obermeister der Bäcker-Innung Föhr-Amrum und Inhaber von Bäcker Hansen auf Föhr mit fünf Filialen.
Hansen gab gemeinsam mit allen anderen Föhrer Bäckern, einem Bistro, einem Café und einem Kiosk den Startschuss für die Einführung des Pfandsystems. Auch Henning Claussen, Inhaber der Bäckerei Claussen auf der Nachbarinsel Amrum, will mitmachen.

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Das Umweltsiegel „Blauer Engel“ für den FairCup

Gute Regeln für den Heißgetränke-Ausschank an die sich unsere Partner halten sollten

 

a) Gute Praxis: Pfandbecher statt Einwegbecher!

Einwegbecher produzieren eine Menge Abfall und sind aufgrund ihres hohen Aufkommens mit hohen Umweltauswirkungen verbunden. Bieten Sie Ihren Kundinnen und Kunden das Getränk daher immer erst in einem Pfandbecher an, sofern diese es mitnehmen möchten. Informieren Sie dabei die Kundinnen und Kunden freundlich über ihr Mehrwegbechersystem. Und geben Sie einen Einwegbecher nur aus, wenn dieser ausdrücklich gewünscht wird. Denn jeder eingesparte Einwegbecher ist ein Gewinn für die Umwelt.

b) Auf jeden Topf passt ein Deckel

Nicht nur die Einwegbecher produzieren jede Menge Abfall – auch die Einwegdeckel. Deswegen müssen Sie Ihren Kundinnen und Kunden zu den Pfandbechern auch entsprechende Mehrwegdeckel anbieten. Die Deckel müssen – wie die Pfandbecher – aus umweltfreundlichen Materialien bestehen. Sie können die Deckel entweder ebenfalls gegen Pfand anbieten oder aber an Ihre Kundinnen und Kunden als Individualdeckel verkaufen.

c) Auch gut: Befüllung von kundeneigenen Bechern

Einige Kundinnen und Kunden nutzen bereits ihre eigenen, individuellen Becher für ihren „Coffee-to-go“. Für die Umwelt ist das prima! Daher gilt: wenn die kundeneigenen Becher hygienisch in Ordnung sind, müssen sie von Ihnen befüllt werden. Beachten Sie dazu das Hygiene-Merkblatt des Bunds für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e. V.

d) Alles hat seinen Preis – auch Einwegbecher

Unnötige Einweg-Plastiktüten sind – dank einer freiwilligen Selbstverpflichtung des Einzelhandels – fast zum Auslaufmodell geworden: 2017 wurden ein Drittel weniger Tüten ausgegeben. Und warum? Weil die Kundinnen und Kunden für die Tüten bezahlen müssen. Auch der Einwegbecher sollte einen „Aufpreis“ haben. Für ein Getränk im Pfand- oder kundeneigenem Becher muss daher ein Anreiz geschaffen werden. Dies kann z.B. über ein Rabattsystem oder aber auch durch einen realen Aufpreis für ein Getränk im Einwegbecher geschehen. Hierzu empfehlen wir Ihnen, ähnlich zu den Einweg-Plastiktüten, Ihren Kundinnen und Kunden zu vermitteln, dass dieser Aufpreis eine Art „Umweltabgabe“ für die hohen Umweltauswirkungen des Einwegbechers ist.

e) Häufiger Nutzen hilft der Umwelt!

Je häufiger ein Becher genutzt wird, desto besser für die Umwelt! Denn jeder wiederverwendete Becher spart einen Einwegbecher ein. Und um zu wissen, wie häufig ein Pfandbecher genutzt wird, ist es wichtig, seine Umlaufzahl zu ermitteln. Hierzu benötigen Sie oder Ihr Mehrwegbecher-Anbieter eine Information über die Anzahl der ausgeschenkten Getränke im Pfandbecher. Wir empfehlen Ihnen, hierzu den Getränken im Pfandbecher in Ihrem Kassensystem eine eigene Registrierungs-Nummer zuzuordnen. So können Sie dem Mehrwegbechersystem-Anbieter die Anzahl der ausgeschenkten Pfandbecher-Getränke mitteilen und ihn bei seiner Statistik zu Umlaufzahlen unterstützen. Memo: Falls Sie Bedenken haben, diese Zahlen an Ihren Mehrwegbechersystem-Anbieter herauszugeben, können Sie diese Zahlen (bei mehreren Ausschankbetrieben) auch standortübergreifend angeben oder über einen unabhängigen Dritten anonymisiert an Ihren Mehrwegbechersystem-Anbieter übermitteln lassen.
Download merkblatt-coffee-to-go

f) Weniger ist mehr

Je weniger Abfall desto besser: Die Pfandbecher dürfen daher nicht mit zusätzlichen Banderolen versehen werden (z.B. als Hitzeschutz oder Werbeträger).

g) Am Ende wird recycelt

Um auch bis zum Schluss nachhaltig zu handeln, verpflichten Sie sich dazu, alle Pfandbecher und ggf. auch Pfanddeckel zurückzunehmen, auch beschädigte. Diese geben Sie anschließend entweder an Ihren Mehrwegbechersystem-Anbieter zurück oder Sie führen Sie (als Anbieter eines eigenen Mehrwegbechersystems) selbst einem Recycling zu.

h) Zu guter Letzt: Zeigen Sie, dass Ihnen die Umwelt wichtig ist

Wenn Sie die hier aufgeführten Regeln alle einhalten, sollten Sie dies auch sichtbar machen: Nutzen Sie die „Blauer Engel“-Werbematerialien. Zeigen Sie Ihren Kundinnen und Kunden, dass Ihnen ein verantwortungsbewusster Umgang mit unseren Ressourcen am Herzen liegt und dass Sie sich für den umweltfreundlichen Getränke-Ausschank einsetzen.

Das Umweltsiegel „Blauer Engel“ für den FairCup – ein bundesweites Pfandsystem

Das Umweltsiegel „Blauer Engel“ für den FairCup – ein bundesweites Pfandsystem

Göttingen. Der FairCup hat noch gar nicht den „blauen Engel“ beantragt, bekam aber im Vorfeld schon ganz viele Glückwünsche, dass sich die Bestrebungen von der Projektleiterin und Geschäftsführerin Sibylle Meyer voll gelohnt haben.

Was bedeutet dieses Umweltsiegel für ein Pfand-Mehrwegsystem wie den FairCup?

Es bedeutet Verantwortung und den richtigen Weg eingeschlagen zu haben. Mit der neuen Becherserie mit Pfand-Mehrwegdeckel setzten wir auf mehr Nachhaltigkeit, indem wir z.B. keinen Marketingbecher in den Markt bringen, der schick bedruckt ist. Unsere Becher kommen komplett ohne Aufdruck aus, dazu erhöhen wir die Lebensdauer des Bechers und Mehrwegdeckels. Dies führt automatisch zu mehr Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein. Des Weiteren wird so unser Material nicht verunreinigt und kann wieder zum Ursprungsgranulat gemahlen werden, woraus wieder neue Becher entstehen könnten.

Warum ist dieses Siegel wichtig?

Hintergrund

„Der zunehmende Markt für Kalt- und Heißgetränke sowie Desserts im Außer-Haus-Verbrauch führt zu einem steigenden Verbrauch von Einwegbechern. Deutschlandweit greifen inzwischen 70 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher besonders häufig oder gelegentlich zu Coffee-to-go Bechern. Neuste Erhebungen des Instituts für Energie- und Umweltforschung gGmbH (ifeu) im Rahmen eines aktuellen Forschungsvorhabens beziffern im Außer-Haus-Verkauf eine Gesamtmenge von 2,8 Mrd. Einwegbechern jährlich ‒ davon ca. 1,2 Mrd. to-go Becher. Zählt man Einwegbecher für Kaltgetränke hinzu, liegt diese Zahl wesentlich höher. Die Zahlen zeigen die Relevanz von Einwegbechern, die vor allem im Heißgetränke-Bereich meist aus Papierfasern bestehen und innen mit einer dünnen Kunststoffschicht aus Polyethylen überzogen sind. Die Papierfasern sind überwiegend aus Frischfasern, da Recyclingfasern für den Einsatz im Lebensmittelbereich in der Regel problematisch sind. Hinzu kommen noch die Kunststoffdeckel, die üblicherweise aus Polystyrol bestehen. Einwegbecher für Kaltgetränke werden vorrangig aus fossilem Kunststoff hergestellt. Typische Kunststoffsorten sind hier Polypropylen, Polystyrol und Polyethylenterephthalat. Neben dem Ressourcenverbrauch und den damit verbundenen Umweltauswirkungen entstehen durch das hohe Abfallaufkommen auch zusätzliche Belastungen für die kommunalen Abfallbetriebe. Darüber hinaus stellt die Umweltverschmutzung durch das achtlose Wegwerfen von Einweggeschirr und anderem Abfall in Straßen, Parks oder der Landschaft (Littering) ein Problem dar. Zur Minderung der Umweltauswirkungen und des Abfallaufkommens von Einwegbechern können Mehrwegbecher genutzt werden. Hier kann sowohl der Einsatz eines Individualbechers, als auch die Nutzung eines Pfandbechers einen Beitrag leisten. Bei einem Individualbecher besteht – im Gegensatz zum Pfandbecher – allerdings keine Gewissheit, dass dieser ausreichend oft verwendet wird, um seinen höheren Herstellungsaufwand zu rechtfertigen.“

Ökobilanzielle Rechnungen haben gezeigt, dass die Umlaufzahl eines Bechers, das heißt die Häufigkeit seiner Wiederverwendung, ein wichtiges Kriterium zur Umweltentlastung darstellt. Je größer die Umlaufzahl eines Mehrwegbechers, desto weniger Einfluss hat sein höherer Herstellungsaufwand und die Mehrwegsysteme können deutlich besser als die Einwegsysteme abschneiden.

Ziele des Umweltzeichens

Ziel des Umweltzeichens für Mehrwegbechersysteme ist es, Einwegbecher zu reduzieren und umweltverträgliche Mehrwegbechersysteme zu stärken. Dies beinhaltet Anforderungen an die Becher selbst, die Ermittlung ihrer Umlaufzahlen und den Anreiz, Mehrwegbecher statt Einwegbecher zu nutzen.

Mit dem Umweltzeichen für Mehrwegbechersysteme können Mehrwegbechersysteme gekennzeichnet werden, die sich durch folgende Umwelt- und Materialeigenschaften auszeichnen:  Vermeidung umwelt- und gesundheitsbelastender Materialien,  Vermeidung von Abfall,  hohe Lebensdauer der Mehrwegbecher  breite Einführung von Mehrwegdeckeln.

Daher werden im Erklärfeld folgende Vorteile für Umwelt und Gesundheit genannt:

www.blauer-engel.de/uz210

abfallvermeidend

ressourcenschonend

Papenburger BBS-Schulkiosk führt Mehrwegbecher ein

Papenburg. Der „Eine-Welt-Kiosk“ an den Berufsbildenden Schulen Papenburg geht beim Fairen Handel den nächsten Schritt. An dem Kiosk wird ein Pfand-Mehrwegbecher, der so genannte Fair-Cup eingeführt. Das Beispiel soll auch in Betrieben Schule machen.

Wie die BBS, Technik und Wirtschaft, in einer Presseerklärung mitteilen, stellte die Mitinitiatorin des Pfand-Mehrwegsystems FairCup, Sibylle Meyer, das Projekt vor. Der tritt künftig als örtlicher Partner auf.

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Social Entrepreneurship Meetup

Social Entrepreneurship Meetup

Text von: faktor
„Angesichts von Artensterben, Klimawandel und globalen Fluchtbewegungen sind Soziale Start-ups gefragter denn je“, betonte Tamara Schiek zum Auftakt des ersten ‚Social Entrepreneurship Meetups Göttingen‘, das der SüdniedersachsenInnovationsCampus (SNIC), social-startups.de und Startup Göttingen am Montag im Dots ausgerichtet haben. Die Mitarbeiterin im SNIC und ehrenamtliche Redakteurin beim Online-Portal socialstartups.de zeigte anhand zahlreicher Beispiele auf, wie soziale Jungunternehmen dazu beitragen können, drängende gesellschaftliche Probleme zu lösen.

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Diese Erfahrung hat auch Sibylle Meyer gemacht. Die FairCup-Gründerin hat ihr Soziales Start-up aus einem Schülerprojekt heraus gegründet und seitdem stetig weiterentwickelt. Mittlerweile vermarktet sie den 100-Prozent-recycelbaren Pfandbecher bundesweit und steht in Verhandlungen mit zahlreichen namhaften Supermarkt-, Bäckerei- und Tankstellenketten.

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Faktor UNI Seite 8  Fairer Coffee-to-go

 

GT: Umweltbewusst und Geschmacksvoll – Mehrweg

Der Göttinger FairCup will eine Alternative zu Einwegbechern sein

Nachhaltig, umweltbewusst und Geschmacksvoll

2017 entwickelten 24 Schüler des Abiturjahrgangs an der BBS  II einen umweltverträglichen Mehrwegbecher namens Fair Cup. Nach zwei Jahren steht fest: Göttingen ist ein hartes Pflaster für das Projekt.

Göttingen. Sibylle Meyer sitzt an einem Tisch im Café Cortés. Gerade hat sie sich mit den Betreibern geeinigt, dass auch hier in Kürze der FairCup in der Auslage zu finden sein wird. Das heißt, dass die Kunden ihren Kaffee und sogar Kekse in einem Plastikbecher mit nach Hause nehmen können. Meyer ist die Projektleiterin des FairCups und Geschäftsführerin des dahinter stehenden Kleinstunternehmens.

Vor allem aber ist sie Lehrerin und hatte in dieser Funktion 2017 mit ihren Schülern ein Projekt entwickelt, das die Themen Umweltschutz, fairer Handel und Produktplanung verbinden sollte. Außerdem suchten die Abiturienten einen Weg, ihren Abschlussball zu finanzieren. Das hat funktioniert. Der Becher war für sie ein erfolgreicher Abschluss ihrer Schulkarriere und für ihre Lehrerin der Start in eine zeitintensive Nebentätigkeit.

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Mit Mehrweg gegen Verpackungsmüll

inGöttingen – Das Magazin für alle im besten Alter

Seite 14

Das Göttinger Unternehmen FairCup hat dem Verpackungsmüll den Kampf angesagt. Mit einem pfiffigen Pfandbechersystem hilft es, die Berge der täglich weggeworfenen Coffee-to-go-Becher zu verkleinern. Dank zweier verschiedener Deckel lässt sich der FairCup-Becher auch für den Transport von Lebensmitteln anstelle von Plastiktüten oder Plastikverpackungen nutzen.
„Ein FairCup-Becher kann bis zu 500 Mal wiederverwendet werden. Dann kann er, da er nicht bedruckt ist, zu 100 Prozent recycelt und zu Granulat verarbeitet werden“, erklärt FairCup-Geschäftsführerin Sibylle Meyer Den FairCup-Becher gibt es in unterschiedlichen Größen und Farben. Er kann entweder mit einem Trink- oder einem dichten Verschlussdeckel verschlossen werden. Deshalb eignet er sich für Heiß- und Kalt-getränke zum Mitnehmen oder Eis to go.

Ebenso kann er als Verpackung für Müslis, Joghurts oder Frischkäse, Fleisch oder Gemüse eingesetzt werden. In Göttingen gibt es bereits über 100 Verkaufsstellen, die auf den FairCup-Becher setzen. Wer einen Überblick über ihre Standorte bekommen möchte, kann sich die kostenlose Navigationsapp über die Internetseite von FairCup auf seinem Smartphone installieren.
Aktuell werden die Gefäße mit derzeit 1 Euro auf den Becher und 50 Cent Pfand für den Deckel ausgegeben. Nach Gebrauch kann er dank seiner einmaligen Form über normale Pfandautomaten oder bei teilnehmenden Unternehmen abgegeben werden. Die Unternehmen reinigen die spülmaschinenfesten Becher dann entweder selbst oder sammeln sie in einer speziellen Box, damit sie anschließend zentral gewaschen und erneut bereitgestellt werden können.

Im Vergleich zu Einwegbechern und Einweg-deckeln ist der Mehrwegbecher mit Pfanddeckel kostengünstiger. Es rechnet sich für Unternehmen also, auf die umweltfreundliche Alternative zu setzen.

FairCup-Becher gefüllt mit weihnachtlichen Leckereien lassen sich prima verschenken, um dadurch noch mehr Göttingerinnen und Göttinger auf das schlaue Mehrweg-Konzept aufmerksam zu machen. Lesen Sie das Magazin um mehr zu erfahren.

Gegen den Mainstream! Viele entscheiden sich bewusst für den vielseitig einsetzbaren Pfandbecher FairCup

Die Bäckereikette Schmidt aus Schleswig macht es vor und entscheidet sich bewusst für das Pfand-Mehrwegsystem FairCup entgegen dem Mainstream, weil dieser Becher nachhaltiger, umweltbewusster, qualitativ hochwertiger und auch noch kostengünstiger ist.

Beim Klima- und Umweltschutz sollte es nicht nach dem Mainstream gehen, was einzelne Personen oder Gruppen meinen, welches Pfandsystem oder Becher gerade „IN“ ist. Es zählt in erster Linie die Verringerung des Plastikmülls, der Schutz unserer Meere, unserer Strände und unserer Naturschutzgebiete, so Meyer vom FairCup. Daher hat sich auch der Inhaber der Bäckerei Schmidt bewusst für den FairCup entschieden.

Meine Kunden kommen zu mir, mein Image zählt und dass ich glaubhaft herüberkomme, dass wir entgegen des Mainstreams uns mit Bedacht für das innovative und deutlich nachhaltigere FairCup-System entschieden haben, so Lemmermann.

Worum geht es hier eigentlich?

Es geht nicht nur um den Pappbecher allein. Mit ihm fallen gerade auch Einwegdeckel an, die nicht im Müll sondern in unserer Natur landen. Dies macht uns hier mehr Kopf zerbrechen als der Becher selbst. Wir wollen Plastikmüll vermeiden und produzieren ihn, wenn wir den Einwegdeckel nicht gleich mit ersetzen. Daher haben wir den FairCup gewählt, denn hier ist ein dichter einfacher Mehrwegdeckel seit mehr als einem Jahr im Pfandsystem. Der nachhaltige Gedanke wird beim FairCup nicht nur vorgegaukelt, er wird glaubhaft gelebt und spiegelt sich im stoffreinen Produkt wieder. So sind Becher und Deckel voll recycelbar und werden nicht einfach upgecycelt. So heißt es, wenn ein Wertstoff durch einen Aufdruck verunreinigt ist. Gleichzeitig ist das System ebenfalls einfach und dabei auch noch kostengünstiger. Schön, wenn Städte und Gemeinde ein anderes System subventionieren und dabei eher auf Marketing als auf Nachhaltigkeit setzen. Klar fällt es mir leichter dieses System zu nutzen, doch sollte hier nicht der Umweltgedanke und die Nachhaltigkeit im Vordergrund stehen? Was ist, wenn die Subvention ausläuft, was kostet mich dann das andere System und wird es Produkte wie den FairCup noch geben? Ist das noch ein fairer Wettbewerb?

Daher machen wir bei dem Hype des Mainstreams nicht mit und entscheiden selbst, was gut für uns und unsere Kunden ist, so Lemmermann. Ich bin Unternehmer und habe neben der ökologischen Verantwortung auch eine Verantwortung meinem Personal gegenüber.

Hinzu kommt beim FairCup die Besonderheit der Automatentauglichkeit. Schon jetzt läuft der Modellversuch in Göttingen mit zwei großen Supermärkten sehr gut und wurde um zwölf Monate verlängert, so Meyer vom FairCup. Mit diesem Konzept können wir auf den Markt zusätzlich punkten, da unser Automatenhersteller schon jetzt 30.000 Standorte bundesweit hat! Hier können Kunden nicht nur mit einem Kaffee-to-Go einkaufen. Hier bekommen Kunden ihre Ware an den Frische-Theken im FairCup verpackt. Welches Pfandsystem kann diese Vielfalt leisten? Und das Highlight, die gesammelten Becher können ganz einfach über den Leergutautomaten beim nächsten Einkauf abgegeben und verrechnet werden. Ist das nicht innovativer als lediglich Coffee-to-Go-Becher zu ersetzen?

So läuft‘s: 1,00 € Pfand für den Becher und 0,50 Euro für den Mehrwegdeckel hinterlegen und an jeder beliebigen FairCup Verkaufsstelle befüllen – mitnehmen und nach Gebrauch bei einem Partner oder im Automaten wieder abgeben. Mittlerweile nehmen ihn auch gerne User mit nach Hause, da er ein ansprechendes Design hat und man ihn nur ungern wieder abgeben will. Der Konsument mag ihn, den kleinen Poppigen Becher aus Göttingen! aber auch dies ist OK, wenn er nicht im Müll oder in der Natur landet, sondern wieder und wieder benutzt und befüllt wird – denn dies ist auch Teil unseres Konzeptes. Umso mehr ihn nutzen, umso weniger Müll fällt an – umso weniger Einwegbecher (Pappbecher) und Einwegdeckel (Plastik) werden gebraucht und unsere Umwelt geschont… Wer also auf seinem Coffee-To-Go nicht verzichten und dabei auch an die Umwelt denken möchte, kann mit diesem Mehrwegbecher FairCup viel erreichen.