Papenburger BBS-Schulkiosk führt Mehrwegbecher ein

Papenburg. Der „Eine-Welt-Kiosk“ an den Berufsbildenden Schulen Papenburg geht beim Fairen Handel den nächsten Schritt. An dem Kiosk wird ein Pfand-Mehrwegbecher, der so genannte Fair-Cup eingeführt. Das Beispiel soll auch in Betrieben Schule machen.

Wie die BBS, Technik und Wirtschaft, in einer Presseerklärung mitteilen, stellte die Mitinitiatorin des Pfand-Mehrwegsystems FairCup, Sibylle Meyer, das Projekt vor. Der tritt künftig als örtlicher Partner auf.

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Social Entrepreneurship Meetup

Social Entrepreneurship Meetup

Text von: faktor
„Angesichts von Artensterben, Klimawandel und globalen Fluchtbewegungen sind Soziale Start-ups gefragter denn je“, betonte Tamara Schiek zum Auftakt des ersten ‘Social Entrepreneurship Meetups Göttingen’, das der SüdniedersachsenInnovationsCampus (SNIC), social-startups.de und Startup Göttingen am Montag im Dots ausgerichtet haben. Die Mitarbeiterin im SNIC und ehrenamtliche Redakteurin beim Online-Portal socialstartups.de zeigte anhand zahlreicher Beispiele auf, wie soziale Jungunternehmen dazu beitragen können, drängende gesellschaftliche Probleme zu lösen.

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Diese Erfahrung hat auch Sibylle Meyer gemacht. Die FairCup-Gründerin hat ihr Soziales Start-up aus einem Schülerprojekt heraus gegründet und seitdem stetig weiterentwickelt. Mittlerweile vermarktet sie den 100-Prozent-recycelbaren Pfandbecher bundesweit und steht in Verhandlungen mit zahlreichen namhaften Supermarkt-, Bäckerei- und Tankstellenketten.

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Faktor UNI Seite 8  Fairer Coffee-to-go

 

GT: Umweltbewusst und Geschmacksvoll – Mehrweg

Der Göttinger FairCup will eine Alternative zu Einwegbechern sein

Nachhaltig, umweltbewusst und Geschmacksvoll

2017 entwickelten 24 Schüler des Abiturjahrgangs an der BBS  II einen umweltverträglichen Mehrwegbecher namens Fair Cup. Nach zwei Jahren steht fest: Göttingen ist ein hartes Pflaster für das Projekt.

Göttingen. Sibylle Meyer sitzt an einem Tisch im Café Cortés. Gerade hat sie sich mit den Betreibern geeinigt, dass auch hier in Kürze der FairCup in der Auslage zu finden sein wird. Das heißt, dass die Kunden ihren Kaffee und sogar Kekse in einem Plastikbecher mit nach Hause nehmen können. Meyer ist die Projektleiterin des FairCups und Geschäftsführerin des dahinter stehenden Kleinstunternehmens.

Vor allem aber ist sie Lehrerin und hatte in dieser Funktion 2017 mit ihren Schülern ein Projekt entwickelt, das die Themen Umweltschutz, fairer Handel und Produktplanung verbinden sollte. Außerdem suchten die Abiturienten einen Weg, ihren Abschlussball zu finanzieren. Das hat funktioniert. Der Becher war für sie ein erfolgreicher Abschluss ihrer Schulkarriere und für ihre Lehrerin der Start in eine zeitintensive Nebentätigkeit.

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Mit Mehrweg gegen Verpackungsmüll

inGöttingen – Das Magazin für alle im besten Alter

Seite 14

Das Göttinger Unternehmen FairCup hat dem Verpackungsmüll den Kampf angesagt. Mit einem pfiffigen Pfandbechersystem hilft es, die Berge der täglich weggeworfenen Coffee-to-go-Becher zu verkleinern. Dank zweier verschiedener Deckel lässt sich der FairCup-Becher auch für den Transport von Lebensmitteln anstelle von Plastiktüten oder Plastikverpackungen nutzen.
„Ein FairCup-Becher kann bis zu 500 Mal wiederverwendet werden. Dann kann er, da er nicht bedruckt ist, zu 100 Prozent recycelt und zu Granulat verarbeitet werden“, erklärt FairCup-Geschäftsführerin Sibylle Meyer Den FairCup-Becher gibt es in unterschiedlichen Größen und Farben. Er kann entweder mit einem Trink- oder einem dichten Verschlussdeckel verschlossen werden. Deshalb eignet er sich für Heiß- und Kalt-getränke zum Mitnehmen oder Eis to go.

Ebenso kann er als Verpackung für Müslis, Joghurts oder Frischkäse, Fleisch oder Gemüse eingesetzt werden. In Göttingen gibt es bereits über 100 Verkaufsstellen, die auf den FairCup-Becher setzen. Wer einen Überblick über ihre Standorte bekommen möchte, kann sich die kostenlose Navigationsapp über die Internetseite von FairCup auf seinem Smartphone installieren.
Aktuell werden die Gefäße mit derzeit 1 Euro auf den Becher und 50 Cent Pfand für den Deckel ausgegeben. Nach Gebrauch kann er dank seiner einmaligen Form über normale Pfandautomaten oder bei teilnehmenden Unternehmen abgegeben werden. Die Unternehmen reinigen die spülmaschinenfesten Becher dann entweder selbst oder sammeln sie in einer speziellen Box, damit sie anschließend zentral gewaschen und erneut bereitgestellt werden können.

Im Vergleich zu Einwegbechern und Einweg-deckeln ist der Mehrwegbecher mit Pfanddeckel kostengünstiger. Es rechnet sich für Unternehmen also, auf die umweltfreundliche Alternative zu setzen.

FairCup-Becher gefüllt mit weihnachtlichen Leckereien lassen sich prima verschenken, um dadurch noch mehr Göttingerinnen und Göttinger auf das schlaue Mehrweg-Konzept aufmerksam zu machen. Lesen Sie das Magazin um mehr zu erfahren.

Gegen den Mainstream! Viele entscheiden sich bewusst für den vielseitig einsetzbaren Pfandbecher FairCup

Die Bäckereikette Schmidt aus Schleswig macht es vor und entscheidet sich bewusst für das Pfand-Mehrwegsystem FairCup entgegen dem Mainstream, weil dieser Becher nachhaltiger, umweltbewusster, qualitativ hochwertiger und auch noch kostengünstiger ist.

Beim Klima- und Umweltschutz sollte es nicht nach dem Mainstream gehen, was einzelne Personen oder Gruppen meinen, welches Pfandsystem oder Becher gerade „IN“ ist. Es zählt in erster Linie die Verringerung des Plastikmülls, der Schutz unserer Meere, unserer Strände und unserer Naturschutzgebiete, so Meyer vom FairCup. Daher hat sich auch der Inhaber der Bäckerei Schmidt bewusst für den FairCup entschieden.

Meine Kunden kommen zu mir, mein Image zählt und dass ich glaubhaft herüberkomme, dass wir entgegen des Mainstreams uns mit Bedacht für das innovative und deutlich nachhaltigere FairCup-System entschieden haben, so Lemmermann.

Worum geht es hier eigentlich?

Es geht nicht nur um den Pappbecher allein. Mit ihm fallen gerade auch Einwegdeckel an, die nicht im Müll sondern in unserer Natur landen. Dies macht uns hier mehr Kopf zerbrechen als der Becher selbst. Wir wollen Plastikmüll vermeiden und produzieren ihn, wenn wir den Einwegdeckel nicht gleich mit ersetzen. Daher haben wir den FairCup gewählt, denn hier ist ein dichter einfacher Mehrwegdeckel seit mehr als einem Jahr im Pfandsystem. Der nachhaltige Gedanke wird beim FairCup nicht nur vorgegaukelt, er wird glaubhaft gelebt und spiegelt sich im stoffreinen Produkt wieder. So sind Becher und Deckel voll recycelbar und werden nicht einfach upgecycelt. So heißt es, wenn ein Wertstoff durch einen Aufdruck verunreinigt ist. Gleichzeitig ist das System ebenfalls einfach und dabei auch noch kostengünstiger. Schön, wenn Städte und Gemeinde ein anderes System subventionieren und dabei eher auf Marketing als auf Nachhaltigkeit setzen. Klar fällt es mir leichter dieses System zu nutzen, doch sollte hier nicht der Umweltgedanke und die Nachhaltigkeit im Vordergrund stehen? Was ist, wenn die Subvention ausläuft, was kostet mich dann das andere System und wird es Produkte wie den FairCup noch geben? Ist das noch ein fairer Wettbewerb?

Daher machen wir bei dem Hype des Mainstreams nicht mit und entscheiden selbst, was gut für uns und unsere Kunden ist, so Lemmermann. Ich bin Unternehmer und habe neben der ökologischen Verantwortung auch eine Verantwortung meinem Personal gegenüber.

Hinzu kommt beim FairCup die Besonderheit der Automatentauglichkeit. Schon jetzt läuft der Modellversuch in Göttingen mit zwei großen Supermärkten sehr gut und wurde um zwölf Monate verlängert, so Meyer vom FairCup. Mit diesem Konzept können wir auf den Markt zusätzlich punkten, da unser Automatenhersteller schon jetzt 30.000 Standorte bundesweit hat! Hier können Kunden nicht nur mit einem Kaffee-to-Go einkaufen. Hier bekommen Kunden ihre Ware an den Frische-Theken im FairCup verpackt. Welches Pfandsystem kann diese Vielfalt leisten? Und das Highlight, die gesammelten Becher können ganz einfach über den Leergutautomaten beim nächsten Einkauf abgegeben und verrechnet werden. Ist das nicht innovativer als lediglich Coffee-to-Go-Becher zu ersetzen?

So läuft‘s: 1,00 € Pfand für den Becher und 0,50 Euro für den Mehrwegdeckel hinterlegen und an jeder beliebigen FairCup Verkaufsstelle befüllen – mitnehmen und nach Gebrauch bei einem Partner oder im Automaten wieder abgeben. Mittlerweile nehmen ihn auch gerne User mit nach Hause, da er ein ansprechendes Design hat und man ihn nur ungern wieder abgeben will. Der Konsument mag ihn, den kleinen Poppigen Becher aus Göttingen! aber auch dies ist OK, wenn er nicht im Müll oder in der Natur landet, sondern wieder und wieder benutzt und befüllt wird – denn dies ist auch Teil unseres Konzeptes. Umso mehr ihn nutzen, umso weniger Müll fällt an – umso weniger Einwegbecher (Pappbecher) und Einwegdeckel (Plastik) werden gebraucht und unsere Umwelt geschont… Wer also auf seinem Coffee-To-Go nicht verzichten und dabei auch an die Umwelt denken möchte, kann mit diesem Mehrwegbecher FairCup viel erreichen.