Das Umweltsiegel “Blauer Engel” für den FairCup – ein bundesweites Pfandsystem

Das Umweltsiegel “Blauer Engel” für den FairCup – ein bundesweites Pfandsystem

Göttingen. Der FairCup hat noch gar nicht den “blauen Engel” beantragt, bekam aber im Vorfeld schon ganz viele Glückwünsche, dass sich die Bestrebungen von der Projektleiterin und Geschäftsführerin Sibylle Meyer voll gelohnt haben.

Was bedeutet dieses Umweltsiegel für ein Pfand-Mehrwegsystem wie den FairCup?

Es bedeutet Verantwortung und den richtigen Weg eingeschlagen zu haben. Mit der neuen Becherserie mit Pfand-Mehrwegdeckel setzten wir auf mehr Nachhaltigkeit, indem wir z.B. keinen Marketingbecher in den Markt bringen, der schick bedruckt ist. Unsere Becher kommen komplett ohne Aufdruck aus, dazu erhöhen wir die Lebensdauer des Bechers und Mehrwegdeckels. Dies führt automatisch zu mehr Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein. Des Weiteren wird so unser Material nicht verunreinigt und kann wieder zum Ursprungsgranulat gemahlen werden, woraus wieder neue Becher entstehen könnten.

Warum ist dieses Siegel wichtig?

Hintergrund

“Der zunehmende Markt für Kalt- und Heißgetränke sowie Desserts im Außer-Haus-Verbrauch führt zu einem steigenden Verbrauch von Einwegbechern. Deutschlandweit greifen inzwischen 70 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher besonders häufig oder gelegentlich zu Coffee-to-go Bechern. Neuste Erhebungen des Instituts für Energie- und Umweltforschung gGmbH (ifeu) im Rahmen eines aktuellen Forschungsvorhabens beziffern im Außer-Haus-Verkauf eine Gesamtmenge von 2,8 Mrd. Einwegbechern jährlich ‒ davon ca. 1,2 Mrd. to-go Becher. Zählt man Einwegbecher für Kaltgetränke hinzu, liegt diese Zahl wesentlich höher. Die Zahlen zeigen die Relevanz von Einwegbechern, die vor allem im Heißgetränke-Bereich meist aus Papierfasern bestehen und innen mit einer dünnen Kunststoffschicht aus Polyethylen überzogen sind. Die Papierfasern sind überwiegend aus Frischfasern, da Recyclingfasern für den Einsatz im Lebensmittelbereich in der Regel problematisch sind. Hinzu kommen noch die Kunststoffdeckel, die üblicherweise aus Polystyrol bestehen. Einwegbecher für Kaltgetränke werden vorrangig aus fossilem Kunststoff hergestellt. Typische Kunststoffsorten sind hier Polypropylen, Polystyrol und Polyethylenterephthalat. Neben dem Ressourcenverbrauch und den damit verbundenen Umweltauswirkungen entstehen durch das hohe Abfallaufkommen auch zusätzliche Belastungen für die kommunalen Abfallbetriebe. Darüber hinaus stellt die Umweltverschmutzung durch das achtlose Wegwerfen von Einweggeschirr und anderem Abfall in Straßen, Parks oder der Landschaft (Littering) ein Problem dar. Zur Minderung der Umweltauswirkungen und des Abfallaufkommens von Einwegbechern können Mehrwegbecher genutzt werden. Hier kann sowohl der Einsatz eines Individualbechers, als auch die Nutzung eines Pfandbechers einen Beitrag leisten. Bei einem Individualbecher besteht – im Gegensatz zum Pfandbecher – allerdings keine Gewissheit, dass dieser ausreichend oft verwendet wird, um seinen höheren Herstellungsaufwand zu rechtfertigen.”

Ökobilanzielle Rechnungen haben gezeigt, dass die Umlaufzahl eines Bechers, das heißt die Häufigkeit seiner Wiederverwendung, ein wichtiges Kriterium zur Umweltentlastung darstellt. Je größer die Umlaufzahl eines Mehrwegbechers, desto weniger Einfluss hat sein höherer Herstellungsaufwand und die Mehrwegsysteme können deutlich besser als die Einwegsysteme abschneiden.

Ziele des Umweltzeichens

Ziel des Umweltzeichens für Mehrwegbechersysteme ist es, Einwegbecher zu reduzieren und umweltverträgliche Mehrwegbechersysteme zu stärken. Dies beinhaltet Anforderungen an die Becher selbst, die Ermittlung ihrer Umlaufzahlen und den Anreiz, Mehrwegbecher statt Einwegbecher zu nutzen.

Mit dem Umweltzeichen für Mehrwegbechersysteme können Mehrwegbechersysteme gekennzeichnet werden, die sich durch folgende Umwelt- und Materialeigenschaften auszeichnen:  Vermeidung umwelt- und gesundheitsbelastender Materialien,  Vermeidung von Abfall,  hohe Lebensdauer der Mehrwegbecher  breite Einführung von Mehrwegdeckeln.

Daher werden im Erklärfeld folgende Vorteile für Umwelt und Gesundheit genannt:

www.blauer-engel.de/uz210

abfallvermeidend

ressourcenschonend

Papenburger BBS-Schulkiosk führt Mehrwegbecher ein

Papenburg. Der „Eine-Welt-Kiosk“ an den Berufsbildenden Schulen Papenburg geht beim Fairen Handel den nächsten Schritt. An dem Kiosk wird ein Pfand-Mehrwegbecher, der so genannte Fair-Cup eingeführt. Das Beispiel soll auch in Betrieben Schule machen.

Wie die BBS, Technik und Wirtschaft, in einer Presseerklärung mitteilen, stellte die Mitinitiatorin des Pfand-Mehrwegsystems FairCup, Sibylle Meyer, das Projekt vor. Der tritt künftig als örtlicher Partner auf.

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Social Entrepreneurship Meetup

Social Entrepreneurship Meetup

Text von: faktor
„Angesichts von Artensterben, Klimawandel und globalen Fluchtbewegungen sind Soziale Start-ups gefragter denn je“, betonte Tamara Schiek zum Auftakt des ersten ‘Social Entrepreneurship Meetups Göttingen’, das der SüdniedersachsenInnovationsCampus (SNIC), social-startups.de und Startup Göttingen am Montag im Dots ausgerichtet haben. Die Mitarbeiterin im SNIC und ehrenamtliche Redakteurin beim Online-Portal socialstartups.de zeigte anhand zahlreicher Beispiele auf, wie soziale Jungunternehmen dazu beitragen können, drängende gesellschaftliche Probleme zu lösen.

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Diese Erfahrung hat auch Sibylle Meyer gemacht. Die FairCup-Gründerin hat ihr Soziales Start-up aus einem Schülerprojekt heraus gegründet und seitdem stetig weiterentwickelt. Mittlerweile vermarktet sie den 100-Prozent-recycelbaren Pfandbecher bundesweit und steht in Verhandlungen mit zahlreichen namhaften Supermarkt-, Bäckerei- und Tankstellenketten.

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Faktor UNI Seite 8  Fairer Coffee-to-go

 

GT: Umweltbewusst und Geschmacksvoll – Mehrweg

Der Göttinger FairCup will eine Alternative zu Einwegbechern sein

Nachhaltig, umweltbewusst und Geschmacksvoll

2017 entwickelten 24 Schüler des Abiturjahrgangs an der BBS  II einen umweltverträglichen Mehrwegbecher namens Fair Cup. Nach zwei Jahren steht fest: Göttingen ist ein hartes Pflaster für das Projekt.

Göttingen. Sibylle Meyer sitzt an einem Tisch im Café Cortés. Gerade hat sie sich mit den Betreibern geeinigt, dass auch hier in Kürze der FairCup in der Auslage zu finden sein wird. Das heißt, dass die Kunden ihren Kaffee und sogar Kekse in einem Plastikbecher mit nach Hause nehmen können. Meyer ist die Projektleiterin des FairCups und Geschäftsführerin des dahinter stehenden Kleinstunternehmens.

Vor allem aber ist sie Lehrerin und hatte in dieser Funktion 2017 mit ihren Schülern ein Projekt entwickelt, das die Themen Umweltschutz, fairer Handel und Produktplanung verbinden sollte. Außerdem suchten die Abiturienten einen Weg, ihren Abschlussball zu finanzieren. Das hat funktioniert. Der Becher war für sie ein erfolgreicher Abschluss ihrer Schulkarriere und für ihre Lehrerin der Start in eine zeitintensive Nebentätigkeit.

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Mit Mehrweg gegen Verpackungsmüll

inGöttingen – Das Magazin für alle im besten Alter

Seite 14

Das Göttinger Unternehmen FairCup hat dem Verpackungsmüll den Kampf angesagt. Mit einem pfiffigen Pfandbechersystem hilft es, die Berge der täglich weggeworfenen Coffee-to-go-Becher zu verkleinern. Dank zweier verschiedener Deckel lässt sich der FairCup-Becher auch für den Transport von Lebensmitteln anstelle von Plastiktüten oder Plastikverpackungen nutzen.
„Ein FairCup-Becher kann bis zu 500 Mal wiederverwendet werden. Dann kann er, da er nicht bedruckt ist, zu 100 Prozent recycelt und zu Granulat verarbeitet werden“, erklärt FairCup-Geschäftsführerin Sibylle Meyer Den FairCup-Becher gibt es in unterschiedlichen Größen und Farben. Er kann entweder mit einem Trink- oder einem dichten Verschlussdeckel verschlossen werden. Deshalb eignet er sich für Heiß- und Kalt-getränke zum Mitnehmen oder Eis to go.

Ebenso kann er als Verpackung für Müslis, Joghurts oder Frischkäse, Fleisch oder Gemüse eingesetzt werden. In Göttingen gibt es bereits über 100 Verkaufsstellen, die auf den FairCup-Becher setzen. Wer einen Überblick über ihre Standorte bekommen möchte, kann sich die kostenlose Navigationsapp über die Internetseite von FairCup auf seinem Smartphone installieren.
Aktuell werden die Gefäße mit derzeit 1 Euro auf den Becher und 50 Cent Pfand für den Deckel ausgegeben. Nach Gebrauch kann er dank seiner einmaligen Form über normale Pfandautomaten oder bei teilnehmenden Unternehmen abgegeben werden. Die Unternehmen reinigen die spülmaschinenfesten Becher dann entweder selbst oder sammeln sie in einer speziellen Box, damit sie anschließend zentral gewaschen und erneut bereitgestellt werden können.

Im Vergleich zu Einwegbechern und Einweg-deckeln ist der Mehrwegbecher mit Pfanddeckel kostengünstiger. Es rechnet sich für Unternehmen also, auf die umweltfreundliche Alternative zu setzen.

FairCup-Becher gefüllt mit weihnachtlichen Leckereien lassen sich prima verschenken, um dadurch noch mehr Göttingerinnen und Göttinger auf das schlaue Mehrweg-Konzept aufmerksam zu machen. Lesen Sie das Magazin um mehr zu erfahren.