Startschuss für den Fair-Cup

Die ersten Lügder Betriebe führen Mehrweg-Kaffebecher ein

Carolin Nasse zeigt den Fair-Cup.Foto: Stadt Lügde

LÜGDE. Laut Deutscher Umwelthilfe (DUH) landen bundesweit jedes Jahr rund 2,8 Milliarden Coffee-to-go-Becher in der Tonne, umgerechnet sind das 320 000 Stück pro Stunde. Diese unnötige Umweltverschmutzung kann jeder einzelne Kaffeetrinker aktiv vermeiden. Die FairtradeStadt Lügde hat es sich gemeinsam mit einigen Betrieben in Lügde zur Aufgabe gemacht, einen ersten Schritt zur Müllvermeidung zu unternehmen. Seit dieser Woche haben daher einige Lügder Betriebe den Fair-Cup im Angebot.
Der Fair-Cup wurde in Göttingen von Berufsschülern schon 2016 entwickelt, wo er bereits in über 200 Betrieben im Einsatz ist. Die Vorteile des Bechers liegen klar auf der Hand: Der wiederverwendbare Becher eignet sich für Heiß- und Kaltgetränke, ist aus spülmaschinenfestem Kunststoff, kann zirka 500-mal benutzt werden und kann zudem auch recycelt werden. Pro Becher fallen 1,50 Euro Pfand an (1 Euro für den Becher und 0,50 Euro für den Deckel), das bei Abgabe erstattet wird. Selbstverständlich kann der Becher auch in einem anderen Fair-Cup-Partnerbetrieb abgegeben werden. Den Anfang des Projekts machen das Café Tender und in der Tankstelle Hubert Thiele. Das Café Ankerplatz im Emmerauenpark bietet den Becher ab der kommenden Saison ebenfalls an. Die Initiatoren erhoffen sich, dass sich nach und nach immer mehr Betriebe dem System anschließen und somit ein großes Netzwerk aufgebaut werden kann.
Deutschlandweit bieten schon über 200 Betriebe den Fair-Cup an. Regionale Schwerpunkte sind vor allem in Göttingen, wo der Becher von Schülern der BBS II Göttingen entwickelt wurde, und in Hannover. „Je mehr Betriebe sich an dem System beteiligen, umso besser. Wenn teilnehmen möchte, kann sich gerne bei uns melden“, so Carolin Nasse von der Tourist-Info im Lügder Rathaus. Sie und ihr Kollege Volker Thielen geben gerne weitere Infos zum Thema „Fair-Cup“. red

Ausgabe ‚090121 – Pyrmonter Nachrichten‘, 06.01.2018, Seite 15

Weitere Informationen 

 

Mehrweg statt Müllberg – Trinken Sie schon fair?

Im Rahmen der Klimaschutztage, die dies jährlich vom 21.11 – 01.12 in Göttingen stattfanden, beteiligten sich Schüler der BBS 2 mit dem eigens auf die Beine gestellten Projekt „FairCup“. Im neuen Rathaus am Hiroshima Platz war jeder herzlich eingeladen sich mit Gleichgesinnten zum Thema Klimaschutz zu informieren und auszutauschen. Dort gab es viele Vorschläge und Präsentationen zur Umweltverbesserung und Einhaltung der Klimaziele auf lokaler Ebene.

Prof. Dr. Mojib Latif besuchte den Raatsaal des Göttinger Rathauses um uns nützliche Maßnahmen zum Klimaschutz ans Herz zu legen. Natürlich durften auch wir nicht fehlen, denn besonders Kaffeeliebhaber sorgen unwissentlich für jede Menge Müll. Pro Jahr beläuft sich das auf 7,6 Millionen Einwegbecher – das sind pro Kopf etwa 34 Coffee-To-Go Becher die jeder einzelne von uns verwendet. Dank Beschichtung sind diese Einwegbecher schlecht zu recyceln.  Der Verbraucher nutzt ihn gedanken los, wer fragt sich schon – was mit meinem Einwegbecher nachdem er in der Tonne gelandet ist, passiert? – Er wird schlichtweg verbrannt. Was wiederrum für mehr CO2 Entstehung verantwortlich ist. Dies ist eine enorme Ressourcenverschwendung, da Bäume, die geerntet werden können 20 – 80 Jahre wachsen müssen – für die Becherflut werden jährlich 43.000 Bäume gefällt, die i.d.R nicht aus Deutschland kommen. Daher bieten Mehrwegbecher die Antworten, die ein Einwegbecher nicht geben kann. Finden kann man ihn beim Bäckerei Ruch, Hermann, Kopp, Thiele, Küster, kleinen bzw. Einzelgeschäften wie Contigo, My WorX, ifas, Mc Knitter bzw. Mc Clean   u.a. aber auch in Berufsschulen in Göttingen, Duderstadt und jetzt auch in Northeim sowie Mensen steht der Mehrwegbecher zum Verkauf.

So läuft‘s: 1,50 € Pfand für Becher und Deckel hinterlegen und an jeder beliebigen Fair-Cup Verkaufsstelle befüllen – mitnehmen und nach Gebrauch bei einem Partner wieder abgeben. Mittlerweile nehmen ihn auch gerne User mit nach Hause, da er ein ansprechendes Design hat und man ihn nur ungern wieder abgeben wird. Der Konsument mag ihn, den kleinen Popigen Becher aus Göttingen!… aber auch dies ist OK, wenn er nicht im Müll landet, sondern wieder und wieder benutzt und befüllt wird – denn auch dies ist unser Konzept. Umso mehr ihn nutzen, umso weniger Müll fällt an – umso weniger Einwegbecher (Pappbecher) werden gebraucht und unsere Umwelt geschont…

Wer also auf seinen Coffee-To-Go nicht verzichten und dabei auch an die Umwelt denken möchte, kann mit einem Mehrwegbecher viel erreichen.

Kristina

So trinkt Deutschland Kaffee außer Haus

Kaffee ist das meistkonsumierte Getränk in Deutschland und einer der größten Margenbringer im „Out-of-Home (OOH)“-Markt. Ein Viertel des jährlichen Kaffeegesamtkonsums wird bereits außer Haus getrunken Tendenz steigend.

Welche Trends, Potenziale und Wachstumstreiber das Kaffeegeschäft am Arbeitsplatz, in Bäckereien, Coffeeshops und in der (Verkehrs-)Gastronomie auch in Zukunft noch weiter voranbringen können, erfahren Entscheider aus der neuen, repräsentativen Studie „So trinkt Deutschland Kaffee außer Haus“ des Deutschen Kaffeeverbandes. Insbesondere im Bereich der jungen und mittelalten Zielgruppe sind die Wachstumspotenziale im dynamischen OOH-Markt bei Weitem noch nicht ausgeschöpft. Aber auch am Arbeitsplatz, der volumenmäßig etwa zwei Drittel des OOH-Vertriebsmarktes ausmacht, besteht weiteres Potenzial: Bereits jetzt bieten knapp 60% der Arbeitgeber in ihrem Unternehmen Kaffee an sei es kostenlos oder kostenpflichtig.

Kaffeespezialitäten sind außer Haus gefragt
Weitere 40% des OOH-Volumens werden in Bäckereien, Restaurants und Hotels konsumiert mit zum Teil deutlichen Unterschieden hinsichtlich der nachgefragten Kaffee-Getränke: Während zu Hause 76% des Konsums auf „einfachen“ Kaffee (schwarz oder mit Milch) entfallen, wird Out-of-Home ein deutlich höherer Anteil an Kaffeespezialitäten getrunken, in der Spitze 70% in Coffeeshops/-bars. Interessant ist auch, dass man die OOH-Konsumenten in vier klar unterscheidbare Segmente unterteilen kann, die sich sowohl hinsichtlich ihrer Motive als auch bezüglich ihrer Affinität zu Kaffeespezialitäten deutlich unterscheiden: Kaffee-Avantgarde, Durchstarter, soziale Genießer und leidenschaftslose Kaffeetrinker. Die Durchstarter machen dabei etwa 19% des Marktes aus und trinken Kaffee, um leistungsfähig und bereit für die nächsten Aufgaben zu sein. Dagegen zählen für die Kaffee-Avantgarde, die 38% der OOH-Konsumenten ausmachen, vor allem die Genussmomente. Dies erklärt, warum dieses Segment den größten Anteil an Spezialitätenkonsum ausmacht. Wem es gelingt, sein Angebot auf die individuellen Konsummuster dieser Segmente zuzuschneiden, darf sich sicher nicht nur auf zufriedenere und treuere Kunden freuen, sondern auch auf steigende Umsätze. Vor diesem Hintergrund liefert die Studie eine umfassende Informations- und Entscheidungsgrundlage zur profitablen Erschließung der im OOH-Markt bestehenden Potenziale. Bestellmöglichkeit der OOH-Kaffee-Konsum-Studie des Deutschen Kaffeeverbandes Die 100-seitige Studie „So trinkt Deutschland Kaffee außer Haus“: Wo? Was? Wie viel? Warum? sowie Nutzerprofile und Einstellungen kann ab sofort beim Deutschen Kaffeeverband bestellt werden.

Mitgliedsunternehmen erhalten die Studie kostenfrei, Nicht-Mitglieder zahlen 5.900 Euro zzgl. Mehrwertsteuer.
Nähere Informationen sowie Bestellung: info@kaffeeverband.de, Betreff: OOH-Studie.

 

 

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